Kostenlose VPN 2026: Die besten Gratis-Anbieter im Test

Ein VPN verschlüsselt die Internetverbindung und verbirgt die eigene IP-Adresse. Ob im öffentlichen WLAN, auf Reisen oder einfach beim täglichen Surfen, ein VPN sorgt dafür, dass persönliche Daten nicht in falsche Hände geraten. Doch ein VPN kostenlos zu nutzen, ist durchaus möglich.
Das Problem dabei ist, dass nicht alle kostenlosen VPNs sicher sind. Manche sammeln Nutzerdaten, blenden Werbung ein oder arbeiten mit schwacher Verschlüsselung. Zwischen einem seriösen Gratisdienst und einer reinen Datenfalle liegen oft nur kleine Details, die auf den ersten Blick kaum auffallen. Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Anbieter, die wirklich halten, was sie versprechen.
Diese 5 kostenlosen VPNs lohnen sich 2026
Für diesen Test wurden nur Dienste ausgewählt, die transparent arbeiten und auf Datenschutz achten. Alle fünf Anbieter finanzieren sich über ein Premium-Modell und verzichten auf den Verkauf von Nutzerdaten.
Die Dienste in diesem VPN-Vergleich sind seriös, frei von Malware und bereits seit Jahren am Markt. Trotzdem unterscheiden sie sich in wichtigen Details. Welcher Dienst am besten passt, hängt vom jeweiligen Einsatzzweck ab.
| Anbieter | Datenlimit | Standorte | Gleichzeitige Geräte | Werbung | No-Log-Policy |
|---|---|---|---|---|---|
| Proton VPN | Unbegrenzt | 5 | 1 | Nein | Ja |
| Windscribe | 10 GB/Monat | 10+ | Unbegrenzt | Nein | Ja |
| Hide.me | 10 GB/Monat | 8 | 1 | Nein | Ja |
| Atlas VPN | 5 GB/Monat | 3 | 1 | Nein | Ja |
| TunnelBear | 2 GB/Monat | 45+ | 1 | Nein | Ja |
Proton VPN – Unbegrenztes Datenvolumen
Proton VPN ist der einzige kostenlose VPN-Dienst, der kein Datenlimit auferlegt. Allein das macht Proton VPN zur ersten Wahl für alle, die ein gratis VPN regelmäßig nutzen wollen. Der Anbieter sitzt in der Schweiz. Die Schweiz gehört weder zur EU noch zu den Five-Eyes-Staaten und hat strenge Datenschutzgesetze.
Es werden keinerlei Verbindungsdaten gespeichert. Die gesamte Software ist Open Source und wurde extern auditiert. Werbung gibt es nicht. Der Anbieter finanziert das Angebot über seine zahlenden Premium-Nutzer. Natürlich hat die Proton-Free-Version trotzdem Grenzen. Es stehen Server in 5 Ländern zur Verfügung, darunter die USA, Niederlande, Japan, Rumänien und Polen.
Die Geschwindigkeit ist spürbar gedrosselt, weil zahlende Kunden Vorrang auf den Servern haben. Für P2P-Downloads gilt dasselbe. Für sicheres und anonymes Surfen bietet Proton VPN kostenlos das beste Gesamtpaket unter den Gratis-Anbietern.
Windscribe – 10 GB und integrierter Adblocker
Nach einer Registrierung mit E-Mail-Bestätigung stehen bei Windscribe 10 GB pro Monat zur Verfügung. Ohne E-Mail-Verifizierung sind es 2 GB. Beim Thema Serverauswahl gibt es Zugriff auf Server in über 10 Ländern, darunter USA, Kanada, Großbritannien und Deutschland. Das ist deutlich mehr als bei den meisten free VPN Diensten.
Ein Alleinstellungsmerkmal ist der integrierte Werbeblocker R.O.B.E.R.T. Neben Werbung filtert er auch Tracker und bekannte Malware-Domains. Windscribe erlaubt außerdem unbegrenzt viele gleichzeitige Verbindungen. Egal ob Laptop, Smartphone oder Tablet, alle Geräte lassen sich gleichzeitig absichern.
Windscribe hat seinen Sitz in Kanada. Das Land gehört zu den Five-Eyes-Staaten, einem Bündnis, das Geheimdienstdaten untereinander austauscht. Windscribe betont jedoch, keine Logs zu speichern. Das sollte man beim Thema Datenschutz aber im Hinterkopf behalten.
Hide.me – 10 GB und starker Datenschutz
Hide.me ist ein solider Allrounder unter den VPN-Anbietern. Pro Monat gibt es 10 GB, genug für gelegentliches Surfen und E-Mails. Der Sitz befindet sich in Malaysia. Dort gibt es keine gesetzliche Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung. Der Anbieter verfolgt eine strikte No-Log-Policy, die von unabhängigen Prüfern bestätigt wurde. In Sachen Transparenz gehört Hide.me damit zu den vertrauenswürdigsten Gratis-Diensten.
In der Free-Version stehen 8 Server-Standorte zur Auswahl, darunter die USA, Kanada, Deutschland und Singapur. Die Geschwindigkeit ist ordentlich und im Alltag kaum langsamer als die Premium-Variante, solange die Server nicht überlastet sind. Anders als viele Konkurrenten erlaubt Hide.me auch in der Gratis-Version P2P-Downloads. Für gelegentliche Torrent-Nutzer ist das ein klarer Vorteil.
Werbung blendet der Dienst nicht ein. Die einzige größere Einschränkung ist die Begrenzung auf nur 1 Gerät gleichzeitig. Mehrere Geräte parallel absichern ist damit nicht möglich. Für Einzelnutzer ist Hide.me Free aber eine starke Wahl.
Atlas VPN – Ohne Registrierung starten
Atlas VPN gehört seit 2021 zu Nord Security, dem Unternehmen hinter NordVPN. Die kostenlose Version stellt 5 GB Datenvolumen pro Monat zur Verfügung. Auf Mobilgeräten lässt sich Atlas VPN ohne Registrierung nutzen. App herunterladen, öffnen, verbinden. Das macht den Einstieg besonders unkompliziert, etwa wenn es nur darum geht, das Handy kurz im Café-WLAN abzusichern.
Die Serverauswahl fällt allerdings knapp aus. Die Gratis-Version bietet 3 Standorte an, zwei in den USA und einer in den Niederlanden. Für länderspezifische Inhalte oder gezielte Geo-Umgehung reicht das selten. Streaming und P2P sind in der kostenlosen Variante ebenfalls nicht vorgesehen.
Die Free-Version nutzt das WireGuard-Protokoll. Es gilt aktuell als eines der schnellsten und sichersten VPN-Protokolle auf dem Markt. Laut der Datenschutzrichtlinie speichert Atlas VPN keine Verbindungsprotokolle, keine besuchten Webseiten und keine IP-Adressen.
TunnelBear – Benutzerfreundlich, aber wenig Daten
TunnelBear setzt auf Einfachheit. Die App ist übersichtlich und selbsterklärend, selbst ohne VPN-Erfahrung. Die kostenlose Version bietet 2 GB pro Monat an. Für den regelmäßigen Einsatz ist das wenig. Dafür punktet TunnelBear bei der Serverauswahl. Über 45 Länder sind in der Free-Version verfügbar. Auf den meisten Servern läuft die Verbindung solide.
TunnelBear gehört seit 2018 zu McAfee und wird jährlich von einer unabhängigen Sicherheitsfirma auditiert. Die Ergebnisse sind öffentlich einsehbar. Werbung gibt es in der App nicht. TunnelBear finanziert sich ausschließlich über die kostenpflichtigen Abos.
TunnelBear bietet außerdem die GhostBear-Funktion. Sie verschleiert die VPN-Nutzung, sodass selbst Netzwerkbetreiber oder Firewalls nicht erkennen, dass ein VPN aktiv ist. Neben den Apps für Windows, Mac, Android und iOS gibt es auch eine Browser-Extension für Chrome und Firefox.
Worauf kommt es bei einem kostenlosen VPN an?
Nicht jedes gratis VPN ist gleich gut. Neben dem Datenvolumen spielen auch Faktoren wie Serverauswahl, Datenschutz und Transparenz eine Rolle. Die folgenden vier Kriterien helfen dabei, einen seriösen Dienst von einem schlechten zu unterscheiden.
Datenlimit
Das Datenlimit entscheidet, wie viel sich mit dem VPN tatsächlich anfangen lässt. 2 GB pro Monat klingen erst mal nach etwas, sind aber schnell aufgebraucht. Eine Stunde Videostreaming in Standardauflösung verbraucht bereits rund 1,5 GB. Eine einfache Webseite liegt bei etwa 2 bis 5 MB pro Aufruf.
10 GB reichen für gelegentliches Surfen, E-Mails und Messenger. Bei täglicher Nutzung oder größeren Downloads ist das Volumen aber schnell aufgebraucht. Unbegrenztes Volumen, wie bei Proton VPN, ist die komfortabelste Lösung. Dafür gibt es dort andere Einschränkungen wie weniger Server und gedrosselte Geschwindigkeit.
Was bei Erreichen des Limits passiert, ist bei allen vier Anbietern mit Datenlimit gleich: Die Verbindung wird komplett gekappt. Das VPN lässt sich dann erst wieder nutzen, wenn das Volumen im nächsten Monat zurückgesetzt wird. Ein automatisches Drosseln auf niedrigere Geschwindigkeit bietet keiner der Anbieter an.
Serverauswahl
Je mehr Server-Standorte ein VPN hat, desto flexibler ist die Nutzung. Wenige Server bedeuten oft überlastete Verbindungen und langsamere Geschwindigkeiten. Regionale Inhalte lassen sich nur abrufen, wenn im jeweiligen Land auch ein Server verfügbar ist. Bei den meisten kostenlosen Anbietern ist die Auswahl auf 3 bis 10 Länder begrenzt.
Dabei ist auch die Art der Server relevant. Manche Anbieter setzen auf virtuelle Standorte. Der Server erscheint dann zum Beispiel als niederländischer Standort, steht physisch aber in einem anderen Land. Das kann die Geschwindigkeit beeinflussen und ist aus Datenschutzsicht problematisch, weil die Daten dann den Gesetzen des tatsächlichen Standorts unterliegen.
Datenschutz und Logging
Ein VPN soll die Privatsphäre schützen. Deshalb ist eine No-Log-Policy Pflicht. Das bedeutet, der Anbieter speichert weder Verbindungsdaten noch Surf-Verlauf. Wichtig ist auch der Firmensitz. Anbieter in Five-Eyes-Staaten können unter Umständen zur Datenherausgabe verpflichtet werden.
Länder wie die Schweiz oder Malaysia gelten hier als sicherer. Ein zusätzliches Vertrauenssignal sind unabhängige Audits, bei denen externe Sicherheitsfirmen die Datenschutzversprechen überprüfen.
Werbeanzeigen
Manche Gratis-VPNs blenden in der App Werbeanzeigen ein, um sich zu finanzieren. Kritisch wird es, wenn ein Anbieter im Hintergrund Nutzerdaten an Werbenetzwerke weitergibt. Ein Warnsignal ist, wenn die App ungewöhnlich viele Berechtigungen verlangt oder die Datenschutzerklärung vage bleibt.
Vor der Installation lohnt sich ein Blick in die Datenschutzerklärung und die angeforderten Berechtigungen. Eine VPN-App braucht Zugriff auf die Netzwerkverbindung, aber nicht auf Kontakte, Kamera oder Standort. Zusätzlich lässt sich ein DNS-Leak-Test durchführen. Der zeigt, ob die DNS-Anfragen tatsächlich durch den Tunnel laufen oder ungeschützt beim Internetanbieter landen.
Kostenloses VPN auf dem Smartphone
Auch auf dem Smartphone lässt sich ein VPN kostenlos nutzen. Die meisten Anbieter haben eine eigene App für Android und iOS. Die Einrichtung ist in der Regel unkompliziert. App herunterladen, registrieren und Serverstandort auswählen.
- Akkuverbrauch: Ein aktives VPN verschlüsselt den gesamten Datenverkehr im Hintergrund. Das kostet Rechenleistung und geht zulasten des Akkus. Je nach Gerät und Nutzung sind das etwa 5 bis 15 Prozent mehr Verbrauch pro Tag. Das VPN bei Bedarf statt dauerhaft zu aktivieren, schont den Akku spürbar.
- Mobile Daten vs. WLAN: Ein VPN verbraucht durch die Verschlüsselung etwas mehr Daten als eine ungeschützte Verbindung. Der sogenannte Overhead liegt bei rund 5 bis 10 Prozent. Nutzer mit einem begrenzten Mobilfunktarif sollten das einkalkulieren. Besonders bei VPNs mit Datenlimit zählt jedes Megabyte doppelt.
- Always-On-Funktion: Viele VPN-Apps haben eine Einstellung, die das VPN automatisch aktiviert, sobald das Gerät eine Internetverbindung herstellt. Das ist praktisch, weil keine Verbindung ungeschützt bleibt. Allerdings ist diese Funktion bei den meisten Gratis-Versionen entweder nicht verfügbar oder frisst das monatliche Datenlimit schnell auf.
Browser-Erweiterung oder echte App?
Viele Gratis-Anbieter bieten neben der Desktop-Software auch Browser-Erweiterungen für Chrome, Firefox oder Edge an. Technisch gesehen handelt es sich dabei oft nicht um ein vollwertiges VPN, sondern lediglich um einen Proxy.
Ein Proxy leitet nur den Datenverkehr des Browsers um. Andere Programme wie E-Mail-Clients oder Spiele kommunizieren weiterhin ungeschützt über die normale Internetverbindung. Zudem fehlt bei reinen Browser-Add-ons oft die starke Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
Für umfassenden Schutz des gesamten Systems lohnt sich immer die vollwertige Desktop-Anwendung. Nur diese baut einen sicheren Tunnel für den gesamten Datenverkehr auf und schützt alle Verbindungen zuverlässig. Browser-Erweiterungen eignen sich höchstens, um schnell eine Ländersperre für eine einzelne Webseite zu umgehen, bieten aber keine Sicherheit in öffentlichen WLANs.
Unseriöse Gratis-VPNs und ihre Risiken
Nicht jedes kostenlose VPN ist vertrauenswürdig. Gerade im App Store und bei Google Play tauchen regelmäßig Dienste auf, die mehr schaden als nützen. Wer blind die erstbeste VPN-App herunterlädt, riskiert im schlimmsten Fall genau das Gegenteil von dem, was ein VPN eigentlich leisten soll. Statt die Privatsphäre zu schützen, wird sie gefährdet.
- Verkauf von Nutzerdaten: Einige Gratis-VPNs verdienen Geld, indem sie Surf-Daten, Standortinformationen und Gerätedaten an Werbenetzwerke weitergeben. Manche installieren zusätzlich Tracker oder schleusen Werbung in den Browser ein. Die eigentliche Schutzfunktion des VPNs wird damit komplett ausgehebelt.
- Malware und Adware: Mehrere Studien haben gezeigt, dass ein erheblicher Anteil kostenloser VPN-Apps mit Schadsoftware infiziert ist. Einige laden im Hintergrund unbemerkt weitere Software nach oder fordern verdächtig viele Berechtigungen ein.
- DNS-Leaks und schwache Verschlüsselung: Billig programmierte VPN-Apps leiten DNS-Anfragen am Tunnel vorbei. Der Internetanbieter kann dann trotz aktivem VPN sehen, welche Seiten aufgerufen werden. Dazu kommt bei manchen Diensten eine veraltete oder schlecht implementierte Verschlüsselung.
- Das Beispiel Hola VPN: Hola war lange eines der beliebtesten Gratis-VPNs weltweit. Später stellte sich heraus, dass die App die Bandbreite ihrer Nutzer weiterverkauft hat. Fremde konnten also über die Internetverbindung anderer Personen surfen, ohne deren Wissen.
Gratis VPN vs. Premium – wann lohnt sich ein Upgrade?
Für den schnellen Schutz im Café oder am Flughafen ist ein free VPN eine solide Lösung. Anders sieht es aus, wenn das VPN täglich zum Einsatz kommt. Für Torrenting, Gaming oder Videoanrufe fehlt es Gratis-Anbietern oft an Geschwindigkeit und Stabilität.
Premium-VPNs haben hier klare Vorteile. Tausende Server weltweit, keine Datenlimits, volle Geschwindigkeit und Zugriff auf Inhalte aus verschiedenen Ländern. Dazu kommen Extras wie Kill-Switch, Split-Tunneling oder MultiHop. Was ein Premium-VPN tatsächlich kostet, zeigt die Übersicht zu den VPN-Kosten.
Wer ein Premium-VPN testen will, muss kein Risiko eingehen. Die meisten großen Anbieter haben eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Das heißt, der volle Funktionsumfang lässt sich einen Monat lang ohne Einschränkungen ausprobieren. Passt es nicht, gibt es das Geld zurück.
Kostenloses VPN für Streaming – was geht wirklich?
Viele Streaming-Dienste setzen auf Geo-Blocking. Inhalte sind je nach Land unterschiedlich lizenziert und nur mit einer IP-Adresse aus dem jeweiligen Land abrufbar. Ein VPN kann diese Sperre theoretisch umgehen, indem es eine ausländische IP-Adresse zuweist. In der Praxis scheitern kostenlose VPNs hier fast immer.
Streaming-Anbieter erkennen VPN-Verbindungen anhand bekannter IP-Bereiche und blockieren sie aktiv. Gratis-Server sind besonders betroffen, weil sich viele Nutzer dieselben wenigen IP-Adressen teilen. Sobald eine IP als VPN-Zugang erkannt wird, landet sie auf einer Sperrliste.
Premium-VPNs lösen das Problem, indem sie ihre IP-Adressen regelmäßig austauschen und deutlich mehr Server betreiben. Damit bleiben sie den Sperrlisten einen Schritt voraus. Bei kostenlosen Versionen fehlt dafür schlicht das Budget.
Kostenlos starten, bei Bedarf upgraden
Ein kostenloser VPN-Test lohnt sich, um herauszufinden, welcher Dienst am besten zum eigenen Nutzungsverhalten passt. Falls die Einschränkungen im Alltag stören, lässt sich jederzeit auf ein Premium-Modell wechseln. Die meisten Anbieter machen den Umstieg einfach, oft reicht ein Klick innerhalb der App. Und dank der Geld-zurück-Garantien lässt sich ein Premium-Dienst vorab risikofrei testen.