IPVanish Test – unbegrenzte Geräte und geprüfte No-Logs-Policy
IPVanish gehört seit 2012 zu den bekannten VPN-Anbietern und ist heute Teil des US-Konzerns Ziff Davis. Auffällig ist vor allem ein Punkt: Die Zahl der gleichzeitig verbundenen Geräte ist nicht begrenzt. Dieser Test zeigt, was IPVanish bei Sicherheit, Preisen und Bedienung bietet und wo die Schwächen liegen.
IPVanish punktet mit unbegrenzt vielen Geräten, modernen Protokollen und einer jährlich geprüften No-Logs-Policy. Die Apps decken fast jede Plattform ab, der Live-Chat ist rund um die Uhr erreichbar. Teurer wird es nach dem ersten Vertragsjahr, und der Sitz in den USA ist nicht jedermanns Sache.
Stärken
- Unbegrenzt viele Geräte gleichzeitig
- WireGuard, Kill Switch und Split Tunneling
- No-Logs-Policy jährlich unabhängig geprüft
- Live-Chat rund um die Uhr
Schwächen
- Deutlich höhere Preise nach dem ersten Jahr
- Firmensitz in den USA
IPVanish Sicherheit & Privatsphäre im Test
| Server | 3.400+ an mehr als 150 Standorten (Stand: Oktober 2026) |
|---|---|
| IP-Adressen | 56.000+ |
| Protokolle | WireGuard, IKEv2, OpenVPN |
| Verschlüsselung | AES-256 Bit |
| Sitz | USA (Ziff Davis) |
| Weitere Sicherheitsfeatures | Kill Switch, Split Tunneling, Double Hop, Threat Protection Pro (Premium) |
IPVanish setzt auf die aktuellen Protokolle WireGuard, IKEv2 und OpenVPN, verschlüsselt mit AES-256 und hat veraltete Verfahren wie PPTP und L2TP nach eigenen Angaben abgeschaltet. Ein Kill Switch trennt die Internetverbindung, wenn der VPN-Tunnel abbricht, und per Split Tunneling lässt sich festlegen, welche Apps am VPN vorbeilaufen. Mit Double Hop wird der Datenverkehr zusätzlich über zwei Server geleitet.
Die No-Logs-Policy lässt IPVanish jährlich unabhängig prüfen, zuletzt im April 2025 durch Schellman Compliance, davor durch die Leviathan Security Group. Dazu kommen Transparenzberichte zu Behördenanfragen. Zur Geschichte gehört auch ein Fall aus dem Jahr 2016: Unter dem damaligen Eigentümer gab IPVanish Daten eines Nutzers an eine US-Behörde weiter. Die heutige Muttergesellschaft hat den Dienst erst später übernommen, und IPVanish geht auf seiner eigenen Seite offen mit dem Fall um.
Der Firmensitz in den USA ist für manche Nutzer ein Nachteil, weil die Behörden dort weitreichende Auskunftsrechte haben. Wo keine Verbindungsdaten gespeichert werden, kann allerdings auch nichts herausgegeben werden. Genau das sollen die regelmäßigen Audits belegen.
IPVanish Preise, Abos und Angebote im Überblick
| 1 Monat | 13,99 € (Startklar) / 16,99 € (Premium) |
|---|---|
| 1 Jahr | 40,84 € im ersten Jahr (Startklar) |
| 2 Jahre | 51,62 € für die ersten 2 Jahre (Startklar) |
| Verlängerung | 89,99 € pro Jahr (Startklar) |
| Testversion | Ja, in den Apps für iOS und Android |
| Geld zurück Garantie | Ja (30 Tage, Jahres- und 2-Jahres-Abos) |
In Deutschland bietet IPVanish zwei Tarife an. Startklar enthält das VPN mit allen Grundfunktionen. Premium ergänzt den Werbe- und Malware-Filter Threat Protection Pro, Telefon-Support, 1 TB Cloud-Speicher und einen sicheren Browser. Am günstigsten ist das 2-Jahres-Abo: 51,62 € für die ersten zwei Jahre, das entspricht rund 2,15 € im Monat.
Wichtig ist der Blick auf die Verlängerung. Nach der Einführungsphase kostet Startklar 89,99 € pro Jahr, Premium 116,99 €. Wer langfristig plant, sollte das einrechnen oder vor der Verlängerung kündigen. Die 30-Tage-Geld-zurück-Garantie gilt für Jahres- und 2-Jahres-Abos, nicht für das Monatsabo.

Unterstützte Geräte
Eine echte Stärke: IPVanish begrenzt die Zahl der gleichzeitig verbundenen Geräte nicht. Ein Abo reicht damit für einen ganzen Haushalt. Apps gibt es für alle großen Plattformen bis hin zu Apple Vision Pro, dazu Anleitungen für Router.
Liste unterstützter Geräte
Benutzerfreundlichkeit des VPN Dienst
Die Apps sind übersichtlich aufgebaut: Ein Klick verbindet mit dem schnellsten verfügbaren Server, Standorte lassen sich nach Land und Stadt auswählen. Die Website ist vollständig auf Deutsch übersetzt. Im App Store kommt die iOS-App auf 4,4 von 5 Sternen bei über 1.100 Bewertungen.
Eine Browser-Erweiterung bietet IPVanish derzeit nicht an. Wer das VPN nur im Browser nutzen möchte, findet in unserem Ratgeber zu VPN-Browser-Erweiterungen passende Alternativen.

So richtest du IPVanish ein
Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten. Nach dem Abschluss eines Abos lädst du die App für dein Gerät herunter, meldest dich mit E-Mail-Adresse und Passwort an und verbindest dich per Klick. Ohne Auswahl wählt die App den schnellsten verfügbaren Server, alternativ suchst du ein Land oder eine Stadt gezielt aus.
In den Einstellungen lohnt ein kurzer Blick auf zwei Punkte: Den Kill Switch solltest du einschalten, damit bei einem Verbindungsabbruch keine Daten ungeschützt fließen. Und als Protokoll empfiehlt sich in den meisten Fällen WireGuard. Da IPVanish keine Geräte-Obergrenze kennt, kannst du dieselben Zugangsdaten auf allen Geräten im Haushalt verwenden.
Geschwindigkeit und Protokolle
Für die Geschwindigkeit ist vor allem das Protokoll entscheidend. Mit WireGuard nutzt IPVanish das schnellste der verbreiteten Verfahren, IKEv2 eignet sich besonders für Smartphones, die oft zwischen WLAN und Mobilfunk wechseln. Wie schnell die Verbindung im Alltag ist, hängt außerdem von der eigenen Leitung, der Entfernung zum Server und dessen Auslastung ab.
IPVanish betreibt seine Server zum großen Teil selbst und stellt sie nach eigenen Angaben schrittweise auf festplattenlosen Betrieb um. Für Streaming verspricht der Anbieter, dass Netflix und andere Dienste funktionieren. Unabhängig geprüft haben wir das nicht, mehr zum Thema steht in unserem VPN-Streaming-Guide.
Kundenservice – wird bei Problemen geholfen?
Der Live-Chat ist rund um die Uhr erreichbar, für alle Tarife. Im Premium-Tarif kommt telefonischer Support dazu. Ein Hilfe-Center mit Anleitungen und ein Ticketsystem ergänzen das Angebot.
Zahlungsmethoden
IPVanish akzeptiert die gängigen Wege: Kreditkarte (Visa, Mastercard, American Express und weitere), PayPal, Google Pay, Apple Pay und Amazon Pay. Kryptowährungen bietet der Anbieter nicht an.
Diese Features heben IPVanish von der Konkurrenz ab
Neben den unbegrenzten Geräten fällt das Zusatzpaket im Premium-Tarif auf: 1 TB verschlüsselter Cloud-Speicher, ein sicherer Browser und ein eSIM-Datenkontingent für Reisen. Wer ohnehin einen Cloud-Speicher sucht, bekommt damit mehr als ein reines VPN. Eine feste IP-Adresse oder Port Forwarding bietet IPVanish dagegen nicht an.

Für wen lohnt sich IPVanish?
IPVanish passt vor allem zu Haushalten mit vielen Geräten: Smartphones, Laptops, Fernseher und Streaming-Sticks lassen sich ohne Obergrenze mit einem Abo schützen. Auch wer neben dem VPN einen Cloud-Speicher und einen Malware-Filter sucht, findet im Premium-Tarif ein passendes Paket.
Weniger geeignet ist IPVanish für alle, die eine feste IP-Adresse brauchen oder ihren Anbieter bewusst außerhalb der USA wählen möchten. Wer vor allem auf den Preis achtet, sollte die Verlängerungskosten mit anderen Anbietern vergleichen. Im PureVPN Test etwa bleibt die Verlängerung deutlich günstiger, dafür sind dort höchstens zehn Geräte erlaubt. Einen Überblick über alle getesteten Dienste gibt unser VPN-Vergleich.
Fazit – IPVanish im Test
IPVanish überzeugt im Test mit unbegrenzt vielen Geräten, modernen Protokollen und einer No-Logs-Policy, die jährlich unabhängig geprüft wird. Die Apps sind einfach zu bedienen und laufen auf fast jeder Plattform, der Live-Chat ist rund um die Uhr erreichbar.
Abzüge gibt es für die Preise nach der Einführungsphase und den Firmensitz in den USA. Wer viele Geräte im Haushalt hat, bekommt mit IPVanish trotzdem ein starkes Angebot zum günstigen Einstiegspreis.
IPVanish Alternativen – Weitere VPNs im Test
Wer einen Anbieter mit Sitz außerhalb der USA oder ein noch größeres Servernetz sucht, findet bei diesen VPNs Alternativen:
- NordVPN
- Sehr großes Servernetz
- Starke Sicherheitsfunktionen
- Browser-Erweiterung mit WebRTC-Schutz
- Zum NordVPN Test
- Surfshark
- Unbegrenzte Geräte
- Günstige Langzeit-Abos
- Werbe- und Malware-Filter
- Zum Surfshark Test
- ProtonVPN
- Kostenlose Variante
- Sitz in der Schweiz
- Jährliche No-Logs-Audits
- Zum ProtonVPN Test
Antworten auf häufige Fragen
Ist IPVanish zu empfehlen?
Ja, vor allem für Haushalte mit vielen Geräten. IPVanish begrenzt die Zahl der gleichzeitigen Verbindungen nicht und lässt seine No-Logs-Policy jährlich prüfen.
Was kostet IPVanish?
Das günstigste Angebot ist das 2-Jahres-Abo im Tarif Startklar für 51,62 € in den ersten zwei Jahren. Danach verlängert es sich zu 89,99 € pro Jahr. Das Monatsabo kostet 13,99 €.
Wie sicher ist IPVanish?
IPVanish nutzt WireGuard, IKEv2 und OpenVPN mit AES-256, bietet Kill Switch und Split Tunneling und lässt seine No-Logs-Policy jährlich unabhängig prüfen, zuletzt 2025 durch Schellman Compliance.
Auf wie vielen Geräten kann ich IPVanish nutzen?
Auf beliebig vielen. IPVanish begrenzt die Zahl der gleichzeitig verbundenen Geräte nicht.
Gibt es eine Geld-zurück-Garantie bei IPVanish?
Ja. Für Jahres- und 2-Jahres-Abos gilt eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Das Monatsabo ist davon ausgenommen.
Bietet IPVanish eine Browser-Erweiterung?
Nein. IPVanish setzt auf eigene Apps für Desktop, Smartphone und Streaming-Geräte. Eine Erweiterung für Chrome oder Firefox gibt es derzeit nicht.
