Stromfresser im Haushalt finden: Die Stromfresser-Jagd mit dem Strommessgerät

Tippe ein Gerät an, schätze die Kosten pro Jahr und miss mit einem geliehenen Strommessgerät nach – in drei Leveln, vom ersten eigenen Zimmer bis zur eigenen Gastherme. Am Ende siehst du deinen Rang, den Standby-Anteil an deinen Kosten und den Vergleich mit dem Stromspiegel für deinen Haushalt.

Stromfresser-Jagd

Du hast dir ein Strommessgerät geliehen. Tippe auf ein Gerät, schätze seine Stromkosten im Jahr – und miss nach. Welche Stromfresser findest du?

Rechenweg und Quellen

So funktioniert die Stromfresser-Jagd

Stromfresser im Haushalt finden beginnt mit einer Schätzung, nicht mit einer Tabelle: Du gehst durch eine 70-Quadratmeter-Wohnung und triffst bei bis zu 17 Geräten zwischen Küche und Keller jeweils zwei Entscheidungen – erst schätzt du, dann misst du nach. Der Hintergrund: Laut Stromspiegel 2025 verschwenden deutsche Haushalte durch ineffizienten Verbrauch insgesamt rund 12 Milliarden Euro im Jahr, ein 2-Personen-Haushalt im Schnitt rund 280 Euro (co2online) – Geld, das sich mit ein wenig Aufmerksamkeit oft ohne jede Anschaffung einsparen lässt.

Das Spiel hat drei Level, die sich nacheinander freischalten: „Erste eigene Wohnung“ ohne Zeit- oder Messlimit, „WG-Check“ mit 7 Messungen und einem Sparziel von 250 Euro, und „Mit eigener Gastherme“ mit 6 Messungen und einem Sparziel von 300 Euro. Der Schlüssel zu Level 3 ist ein Gerät, das im echten Haushalt genauso leicht übersehen wird: eine alte, ungeregelte Heizungsumwälzpumpe im Keller, die laut co2online bis zu 600 Kilowattstunden im Jahr verbraucht – moderne Hocheffizienzpumpen sparen mindestens 80 Prozent davon.

  1. Du tippst nacheinander die Geräte deines Levels an, vom Kühlschrank über die Waschmaschine bis zur Umwälzpumpe im Keller.
  2. Bei jedem Gerät schätzt du zuerst selbst, wie viel es dich im Jahr kostet.
  3. Danach misst du mit einem Strommessgerät nach und behebst den Stromfresser, etwa mit einer schaltbaren Steckdosenleiste, dem Eco-Programm oder einer LED.
  4. Am Ende zeigt dir die Auswertung deinen Rang, den Standby-Anteil an deinen Gesamtkosten und den Vergleich mit dem Stromspiegel-Referenzwert für deinen Haushalt.

Was einzelne Geräte im Jahr kosten

Ein paar typische Stromfresser auf einen Blick, mit Werten von co2online und stromspiegel.de: ein alter Kühlschrank aus dem Jahr 2001 kommt auf 330 bis 362 Kilowattstunden im Jahr, ein alter Kondenstrockner auf 485, ein Fernseher im reinen Standby-Betrieb (14 Watt, 22 Stunden am Tag) auf rund 112. Am teuersten ist meist die Umwälzpumpe aus Level 3: bis zu 600 Kilowattstunden im Jahr, wenn sie alt und ungeregelt ist.

Wie viel ein einzelnes Gerät genau im Jahr kostet und mit welcher Formel sich das nachrechnen lässt, zeigt der Rechner Stromverbrauch berechnen im Detail – mit einer vollständigen Tabelle für 13 typische Haushaltsgeräte und dem Vergleich nach Haushaltsgröße.

Standby Stromverbrauch: der unsichtbare Posten im Haushalt

Bei einem durchschnittlichen 3-Personen-Haushalt macht unnötiger Standby-Stromverbrauch laut stromspiegel.de im Schnitt rund 8 Prozent der Stromrechnung aus, bei einer durchschnittlichen Standby-Leistung von rund 10 Watt im gesamten Haushalt. Wer konsequent auf Standby verzichtet, spart laut stromspiegel.de in einem Einfamilienhaus bis zu 144 Euro (360 kWh) im Jahr, in einer 2-Personen-Wohnung im Mehrfamilienhaus bis zu 84 Euro (210 kWh). Bundesweit verursacht Standby-Betrieb laut co2online Stromkosten von rund 4 Milliarden Euro im Jahr; die im Schnitt mögliche Ersparnis pro Haushalt durch konsequentes Ausschalten beziffert co2online mit rund 165 Euro im Jahr.

So misst du selbst mit einem Strommessgerät

Stiftung Warentest testet Strommessgeräte im Bereich von unter 2 Watt bis über 1.000 Watt, bei 207, 230 und 253 Volt. Bei sehr kleinen Standby-Leistungen unter 2 Watt lieferten im Test einige Geräte laut Stiftung Warentest „mangelhafte“ Messergebnisse; genaue Abweichungswerte dazu liegen hinter einer Bezahlschranke und werden hier deshalb nicht beziffert. Für eine belastbare Messung gilt: Schalte das Gerät einige Minuten vor der eigentlichen Messung ein, damit es warmläuft. Dauerläufer wie den Kühlschrank oder die Umwälzpumpe solltest du laut Stiftung Warentest rund eine Woche messen, Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler ein bis zwei Wochen, damit mehrere Programme und Zyklen erfasst werden.

Wo du dir ein Strommessgerät leihen kannst

Viele Energieberatungsstellen der Verbraucherzentrale verleihen Strommessgeräte kostenlos, ohne Pfand, meist für eine Woche und maximal zwei Wochen – nach Anmeldung im Rahmen einer persönlichen Energieberatung (Beispiel Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz). Auch manche Stadtbibliotheken (etwa in Köln) oder Stadtwerke (etwa in Rastatt oder Düsseldorf) verleihen Strommessgeräte, allerdings ohne bundesweit einheitliche Regelung. Für einkommensschwache Haushalte gibt es außerdem den Stromspar-Check von Caritas und dem Verband der Energie- und Klimaschutzagenturen, gefördert vom Bundesumweltministerium: eine kostenlose Energieberatung vor Ort inklusive Soforthilfeartikeln wie LED-Lampen und schaltbaren Steckdosenleisten.

Bei der Umwälzpumpe im Keller lohnt sich die längere Messdauer besonders: Sie läuft während der Heizperiode rund um die Uhr, deshalb fällt eine alte, ungeregelte Pumpe erst nach einigen Tagen Messung als echter Dauer-Stromfresser auf, nicht nach einer kurzen Stichprobe.

Wie viel Strom ist normal? Der Stromspiegel-Vergleich

Als Referenzwert nutzt das Spiel den Stromspiegel 2025 von co2online: Eine 2-Personen-Wohnung ohne elektrische Warmwasserbereitung verbraucht demnach im Schnitt 1.900 Kilowattstunden im Jahr. Feste Kilowattstunden-Grenzwerte für die Verbrauchsklassen A bis G veröffentlicht co2online nicht öffentlich, deshalb ordnet dir die Stromfresser-Jagd am Ende keinen Buchstaben zu, sondern vergleicht deinen gemessenen Verbrauch direkt mit dem Referenzwert. Referenzwerte für 1 bis 5 Personen und der passende Rechner dazu stehen im Beitrag Stromverbrauch berechnen.

Was die Stromfresser-Jagd nicht zeigt

Damit du zuverlässig Stromfresser im Haushalt finden kannst, blendet das Spiel keine Geräte aus der Wertung aus, es zeigt nur, was es auch wirklich gemessen hat. Die Auswertung im Spiel zählt deshalb nur die gemessenen Geräte des jeweiligen Levels; ein echter Haushalt hat mehr, etwa Herd, Beleuchtung und diverse Kleingeräte. Für eine Stehlampe rechnet das Spiel mit einer Nutzung von drei Stunden am Tag – eine Annahme ohne eigenen externen Beleg, keine gemessene Zahl. Nicht im Spiel enthalten: Soundbar, Smart Speaker, Aquarium und die aktuelle Standby-Leistung heutiger Spielkonsolen – für diese Geräte gibt es keine verlässlichen unabhängigen Messwerte.

Willst du beim Heizen genauso genau hinschauen? Im Spiel Richtig heizen überlebst du den Winter mit echtem Wetter und siehst, welche Heizungsart und welches Verhalten wirklich etwas bringen. Wer selbst Strom erzeugen will, findet im Balkonkraftwerk-Rechner eine zweite Möglichkeit, die eigene Stromrechnung zu senken.

Häufige Fragen

Was sind die größten Stromfresser im Haushalt?

Meist Dauerläufer und Standby-Geräte: ein alter Kühlschrank (bis zu 362 kWh im Jahr), ein alter Kondenstrockner (485 kWh), eine alte Heizungsumwälzpumpe (bis zu 600 kWh) oder ein Fernseher, der im Standby weiterläuft (112 kWh). Am besten misst du jedes verdächtige Gerät einzeln mit einem Strommessgerät nach, statt nur zu schätzen.

Ist eine alte Heizungsumwälzpumpe ein Stromfresser?

Ja, häufig sogar ein besonders großer: Alte, ungeregelte Umwälzpumpen (Modelle bis Baujahr 2007) verbrauchen laut co2online bis zu 600 Kilowattstunden im Jahr. Moderne Hocheffizienzpumpen sparen davon mindestens 80 Prozent, kombiniert mit einem hydraulischen Abgleich bis zu 290 Euro im Jahr, bei einer Amortisation nach rund 4 Jahren.

Wie viele Level hat die Stromfresser-Jagd?

Drei: „Erste eigene Wohnung“ ohne Zeit- oder Messlimit, „WG-Check“ mit 7 Messungen und einem Sparziel von 250 Euro, und „Mit eigener Gastherme“ mit 6 Messungen und einem Sparziel von 300 Euro. Die Level schalten sich nacheinander frei, dein Fortschritt bleibt im Browser gespeichert.

Wo kann ich mir kostenlos ein Strommessgerät ausleihen?

Viele Energieberatungsstellen der Verbraucherzentrale verleihen Strommessgeräte kostenlos, meist für eine Woche, maximal zwei Wochen, nach Anmeldung im Rahmen einer persönlichen Energieberatung. Auch manche Stadtbibliotheken und Stadtwerke bieten das an, allerdings ohne bundesweit einheitliche Regelung. Für einkommensschwache Haushalte gibt es zusätzlich den Stromspar-Check von Caritas mit kostenloser Vor-Ort-Beratung.

Wie teuer ist Standby-Betrieb im Jahr wirklich?

Im Schnitt macht unnötiger Standby-Betrieb laut stromspiegel.de rund 8 Prozent der Stromrechnung eines 3-Personen-Haushalts aus. Wer konsequent auf Standby verzichtet, spart laut stromspiegel.de bis zu 144 Euro im Jahr in einem Einfamilienhaus oder bis zu 84 Euro in einer 2-Personen-Wohnung. Bundesweit verursacht Standby-Betrieb laut co2online Kosten von rund 4 Milliarden Euro im Jahr.

Wie berechne ich, wie viel ein Gerät im Jahr kostet?

Watt mal Stunden pro Tag, geteilt durch 1.000, ergibt die Kilowattstunden pro Tag; mal 365 Tage und mal Strompreis die Kosten im Jahr. Bei 37,0 Cent pro Kilowattstunde (Stand: September 2026) macht das bei einem Fernseher im Standby mit 14 Watt rund 41 Euro im Jahr. Die vollständige Formel mit Rechenbeispiel und einer Tabelle für 13 Geräte stehen im Beitrag Stromverbrauch berechnen.

Quellen (9)

stromspiegel.de: Stromverbrauch bei Standby · stromspiegel.de: Stromverbrauch im Haushalt verstehen · stromspiegel.de: Methodik des Stromspiegels · co2online: 25 Tipps zum Stromsparen · co2online: Heizungspumpe tauschen · Stiftung Warentest: Strommessgeräte im Test – So haben wir getestet · Stiftung Warentest: Worauf es beim Messen ankommt · Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Ausleihe Strommessgeräte · klimaschutz.de: Stromspar-Check – einkommensschwache Haushalte haben 300 Millionen Euro gespart

Werbehinweis

Die Webseite praxistipp.com finanziert sich über Affiliate-Links. Für jeden geworbenen Kunden erhalten wir eine Provision. Für Dich als Leser der Seite entstehen dadurch keinerlei Kosten oder Nachteile. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Der Vergleich, die zugehörigen Informationen und die Angebote der folgenden Anbieter mit einer deutschen Erlaubnis nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) erfolgen nach den Grundsätzen der Transparenz und der nicht irreführenden Werbung. Alle hier aufgeführten Angebote unterliegen den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters. In den meisten Fällen gelten Angebote, Aktionen und Boni nur für Neukunden. Alle Bonusangebote nennen den höchstmöglichen Betrag; die tatsächliche Bonushöhe hängt von der Höhe der Einzahlung ab. Die vollständigen Bedingungen finden Sie auf der Website des jeweiligen Anbieters. Der Zugang zu den Websites der Anbieter ist nur ab 18 Jahren erlaubt. Glücksspiel kann süchtig machen. Informationen und Hilfe unter www.bioeg.de.