Streaming-Abo kündigen

Gib Dienst, Abschlussdatum und Laufzeit ein, und der Kündigungskalender nennt dir den letzten Kündigungstag und das Verlängerungsdatum. Die Erinnerung nimmst du als Kalenderdatei mit.

Kündigungskalender: letzter Kündigungstag und Erinnerung für dein Streaming-Abo

Wähle den Dienst, trag das Startdatum und die Laufzeit ein. Der Kalender zeigt den Verlängerungstag, den letzten Tag für die Kündigung und legt dir eine Erinnerung als Kalenderdatei an.

DienstFristWegQuelle

So rechnet der Kündigungskalender

Die Fristen stammen aus den Hilfeseiten und Geschäftsbedingungen der Anbieter, abgerufen am 22. Oktober 2026; wo nur Teile lesbar waren, ist das in der Tabelle markiert. Der Kalender rechnet den Verlängerungstag als Startdatum plus Laufzeit (gleicher Kalendertag, sonst der Monatsletzte). Der letzte Kündigungstag liegt um die Kündigungsfrist vor diesem Tag; bei Diensten ohne Frist ist es der Vortag. Die Erinnerung wird als Kalenderdatei auf deinem Gerät erzeugt und nicht an uns übertragen. Maßgeblich bleibt dein Vertrag, vor allem bei Abschluss über App Store, Google Play oder einen Partner.

Welche Kündigungsfristen gelten bei Monats- und Jahresabos?

Wenn du ein Streaming Abo kündigen willst, entscheidet der Vertrag, was geht, und das Gesetz setzt dem Vertrag Grenzen. Für Dienstleistungen, die regelmäßig erbracht werden, gilt in Allgemeinen Geschäftsbedingungen § 309 Nr. 9 BGB. Der Gesetzestext sagt dazu dreierlei:

  • Eine Laufzeit, die dich länger als zwei Jahre bindet, ist nicht zulässig.
  • Eine stillschweigende Verlängerung, die dich bindet, ist nur zulässig, wenn der Vertrag danach auf unbestimmte Zeit läuft und du ihn jederzeit mit einer Frist von höchstens einem Monat kündigen kannst.
  • Eine Kündigungsfrist von mehr als einem Monat vor Ablauf der zunächst vorgesehenen Vertragsdauer darf dir nicht auferlegt werden.

Diese Fassung gilt seit dem 1. März 2022 für Verträge, die ab diesem Datum geschlossen wurden. In der Praxis bedeutet das für ein Jahresabo: Es kann eine feste Mindestlaufzeit haben, verlängert sich danach aber nicht mehr um ein weiteres Jahr, sondern läuft unbefristet weiter, und du kannst es mit höchstens einem Monat Frist beenden. Das Monatsabo ist ohnehin monatlich kündbar.

Die Kündigungsfrist beim Streaming nennt die Vertragsbeschreibung des Dienstes. Der Kündigungskalender rechnet so: Abschlussdatum plus Laufzeit ergibt das Laufzeitende, davon ziehst du die Kündigungsfrist ab und erhältst den letzten Tag, an dem deine Kündigung beim Anbieter eingegangen sein sollte. Ein Beispiel mit frei gewählten Werten: Abschluss am 15. Januar, Laufzeit zwölf Monate, Frist ein Monat. Das Laufzeitende ist der 14. Januar des Folgejahres, die Kündigung sollte spätestens am 14. Dezember eingehen. Kündige im Zweifel ein paar Tage früher.

Wie viel das Abo kostet, rechnest du im Streaming-Kostenrechner durch. Er zeigt dir auch, wann sich Kündigen und Neuabschließen lohnt.

Wo kündigst du bei welchem Dienst?

Der Weg hängt davon ab, wo du das Abo abgeschlossen hast. Entscheidend ist der Ort der Abrechnung:

  • Direkt beim Dienst: Bei Netflix gehst du laut Hilfeseite auf die Seite „Mitgliedschaft verwalten“ (netflix.com/cancelplan), wählst „Kündigen“ und dann „Kündigung abschließen“. Eine Bestätigung kommt per E-Mail. Das Abmelden oder Löschen der App kündigt nicht. Mehr zum Dienst steht im Netflix-Test.
  • Spotify: Auf der Seite „Abo verwalten“ im Konto wählst du „Abo kündigen“. Bei Family- und Duo-Tarifen kündigt der Hauptkontoinhaber; andere Mitglieder können sich nur selbst entfernen. Dazu mehr im Spotify-Test.
  • Apple: Einstellungen öffnen, auf deinen Namen tippen, „Abonnements“ wählen, das Abo antippen und „Abo kündigen“ wählen. Ist keine Kündigen-Schaltfläche zu sehen oder steht dort ein roter Ablaufhinweis, ist es schon gekündigt.
  • Google Play: Rufe der Abo-Verwaltung im Play Store auf, wähle das Abo und tippe auf „Abo kündigen“. Ist das Abo nicht zu finden, kann es unter einem anderen Google-Konto laufen. Das Deinstallieren der App beendet das Abo nicht.
  • Partnerabos: Hast du den Dienst über einen Partner gebucht, etwa über einen Telekom-, Vodafone- oder Sky-Vertrag, kündigst du beim Partner, nicht beim Dienst. Netflix weist in seiner Hilfe darauf hin, dass der Zahlungspartner unter Umständen für dich kündigen muss. Bei Spotify findest du den Kontakt dazu im Zahlungsbereich deines Kontos.

Wer ein Streaming Abo kündigen will, sollte nicht nur den Weg kennen, sondern auch den Beleg sichern. Prüfe nach der Kündigung, ob eine Bestätigung angekommen ist, und hebe sie auf. Wenn der Anbieter keine Bestätigung schickt, mach einen Screenshot der Kündigungsseite.

Was passiert nach der Kündigung mit Downloads, Profilen und Watchlist?

Das sagen die Hilfeseiten der Anbieter:

  • Netflix: Ist dein Abrechnungszeitraum noch nicht zu Ende, kannst du bis dahin weiterschauen, danach schließt das Konto automatisch. Wiedergabeverlauf, Empfehlungen, Bewertungen und Kontodaten bleiben laut Hilfeseite 24 Monate nach dem Schließen gespeichert. Reaktivierst du in dieser Zeit, bekommst du sie zurück. Ist das Konto pausiert, schließt es dagegen sofort.
  • Spotify: Premium bleibt bis zum nächsten Abrechnungstermin aktiv, danach wechselt das Konto zu Spotify Free. Playlists und gespeicherte Musik bleiben im Konto, du hörst weiter mit Werbung. Zu Offline-Downloads äußert sich die Hilfeseite nicht.
  • Google Play: Du behältst den Zugang bis zum Ende des bezahlten Zeitraums. Die Hilfeseite nennt als Beispiel ein Jahresabo vom 1. Januar, das am 1. Juli gekündigt wird und bis zum 31. Dezember aktiv bleibt.

Zu Offline-Downloads bei Filmen und Serien finden sich auf den Hilfeseiten von Netflix und Spotify keine klaren Aussagen. Plane deshalb so, dass du heruntergeladene Folgen vor dem Ende des bezahlten Zeitraums ansiehst. Wie Downloads grundsätzlich funktionieren, steht im Artikel Offline Downloads.

Wenn du später wiederkommen willst, ist die Pause eine Alternative: Netflix bietet laut Hilfeseite eine Pause von einem Monat ab dem nächsten Abrechnungstermin an, insgesamt höchstens drei Monate. Sie gilt nicht für alle Tarife und Zahlungsarten, etwa nicht für Lastschrift oder Geschenkkarten.

Hebe jede Kündigungsbestätigung auf, am besten im selben Ordner wie die Rechnungen. Notiere dir außerdem das Datum, zu dem das Abo endet. Taucht nach diesem Datum trotzdem eine Abbuchung auf, hast du alles zur Hand, um sie beim Anbieter oder bei deiner Bank zu beanstanden. Das gilt für jeden Weg, ob Konto, App-Store oder Partner.

Welche Probeabo-Fallen gibt es?

Bei der Kündigungsfrist im Streaming sind Probeabos die häufigste Stolperfalle. Probeabos enden oft in einem Bezahlabo, wenn du den Termin verpasst. Die Hilfeseiten nennen konkrete Stolpersteine:

  • Apple: Kündige eine Testphase mindestens 24 Stunden vor dem Ende, sonst wirst du belastet.
  • Spotify: Kündigst du eine Testphase, schaltet das Konto sofort auf die kostenlose Version, und die Testphase lässt sich nicht erneut starten. Wer kündigt, um Geld zu sparen, verliert die restlichen Testtage.
  • Google Play: Das Deinstallieren der App beendet kein Abo.

Trag deshalb direkt beim Abschluss ein Datum in den Kündigungskalender ein. Die Kalenderdatei erinnert dich rechtzeitig, bevor das Probeabo ausläuft. Prüfe, wie lange die Testphase wirklich dauert und ob ein Kündigungstermin vor dem letzten Testtag liegt.

Was ist der Kündigungsbutton nach § 312k BGB?

Hast du einen Vertrag über eine Webseite abgeschlossen, muss dir der Anbieter laut § 312k BGB eine Kündigung ebenso einfach online anbieten. Das Gesetz verlangt zwei Schaltflächen:

  1. Eine Schaltfläche, beschriftet mit „Verträge hier kündigen“ oder einer ähnlich klaren Formulierung, die direkt auf eine Bestätigungsseite führt.
  2. Auf der Bestätigungsseite machst du Angaben zu deiner Person, dem Vertrag und dem gewünschten Ende und bestätigst über eine Schaltfläche „jetzt kündigen“ oder ähnlich.

Beide Schaltflächen müssen dauerhaft verfügbar und leicht zugänglich sein. Du musst die Kündigung mit Datum und Uhrzeit speichern können, und der Anbieter muss ihren Eingang unverzüglich elektronisch bestätigen, mit Inhalt, Zeitpunkt des Eingangs und dem Datum, zu dem der Vertrag endet. Nennst du kein Datum, gilt die Kündigung zum frühestmöglichen Zeitpunkt.

Fehlt der Button oder die Bestätigungsseite, kannst du den Vertrag nach § 312k Abs. 6 BGB jederzeit und ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen. Der Kündigungsbutton ersetzt nicht den Kündigungskalender, der dir sagt, wann es sich lohnt zu kündigen. Macht dir ein Anbieter die Kündigung schwer, sind die gespeicherte Kündigung und die Bestätigung mit Datum und Uhrzeit dein wichtigster Beleg.

Häufige Fragen

Wie lange ist die Kündigungsfrist bei Streaming-Abos?

Das steht in den Vertragsbedingungen des Dienstes. Das Gesetz begrenzt sie: Nach § 309 Nr. 9 BGB darf die Frist in Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht länger als einen Monat sein, und eine stillschweigende Verlängerung ist nur zulässig, wenn der Vertrag danach unbefristet läuft und du ihn mit höchstens einem Monat Frist beenden kannst. Trag die Frist deines Dienstes in den Kündigungskalender ein, dann siehst du das Datum direkt.

Kann ich ein Streaming-Abo jederzeit kündigen?

Monatsabos kannst du meist zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen. Bei Netflix und Spotify läuft das Abo nach der Kündigung bis zum Ende des bezahlten Zeitraums weiter. Bei Jahresabos gilt zuerst die Mindestlaufzeit, danach ist das Abo nach dem Gesetz monatlich kündbar. Fehlt der Kündigungsbutton, kannst du nach § 312k Abs. 6 BGB jederzeit ohne Frist kündigen.

Wie kündige ich ein Abo, das ich über Apple oder Google abgeschlossen habe?

Dort, wo du bezahlst: Bei Apple unter Einstellungen, Name, Abonnements, bei Google Play in der Play-Store-App unter Konto, Zahlungen und Abos. Das Löschen der App beendet das Abo nicht. Hast du über einen Partner wie einen Telefon- oder Fernsehanbieter gebucht, kündigst du dort, nicht beim Streaming-Dienst.

Verliere ich nach der Kündigung meine Profile und die Merkliste?

Bei Netflix bleiben Wiedergabeverlauf, Empfehlungen und Bewertungen laut Hilfeseite 24 Monate nach dem Schließen gespeichert, und du kannst in dieser Zeit reaktivieren. Bei Spotify bleiben Playlists und gespeicherte Musik im Konto, du hörst nach dem Ende von Premium mit Werbung weiter. Für andere Dienste steht es in deren Hilfe.

Wie verhindere ich, dass ein Probeabo ins Bezahlabo übergeht?

Trage direkt beim Start das Ende der Testphase in den Kündigungskalender ein und lade die Erinnerung als Kalenderdatei. Bei Apple musst du mindestens 24 Stunden vor dem Ende kündigen. Bei Spotify endet die Testphase mit der Kündigung sofort, kündige dort also erst am letzten Tag.

Was ist der Kündigungsbutton und muss jeder Anbieter ihn haben?

Der Kündigungsbutton nach § 312k BGB ist eine Schaltfläche „Verträge hier kündigen“ (oder ähnlich), die zu einer Bestätigungsseite mit der Schaltfläche „jetzt kündigen“ führt. Anbieter, die Verträge über ihre Webseite abschließen lassen, müssen ihn bereitstellen. Fehlt er, kannst du jederzeit ohne Frist kündigen.

Quellen (6)

Gesetze im Internet – § 309 BGB · Gesetze im Internet – § 312k BGB · Netflix Hilfe – Netflix kündigen · Spotify Hilfe – Premium kündigen · Apple Support – Abo kündigen · Google Play Hilfe – Abo kündigen

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